Neuwagen Rover
Heute noch von Rover zu sprechen, ist wohl nicht mehr ganz 100%-ig richtig. Denn die Marke Rover existiert an sich gar nicht mehr, weswegen man auch nicht mehr an Neuwagen Rover herankommt. Doch zunächst einmal zur Firmengeschichte. Gegründet wurde die Automobilmarke Rover im Jahre 1929 von Spencer Bernau Wilkes gegründet.
Sein Bruder Maurice Wilks wurde als Ingenieur eingesetzt. Gemeinsam produzierten sie im wesentlichen Luxuswagen, die für die Oberklasse gedacht waren. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlagerte sich die Produktion auf Geheiß der Regierung auf billige Massen- und Serienautos.
Die Gebrüder mussten reagieren, da sich nach dem Zweiten Weltkrieg natürlich kaum einer ein wirklich teures Auto leisten konnte. In dieser Zeit wurde auch die Marke Landrover erfunden, basierend auf einem Jeep Chassis (siehe Neuwagen Landrover).
Leider leistete sich Rover immer wieder mal Fehltritte, wie zum Beispiel die Fließhecklimousine Rover SD1 aus dem Jahre 1976, die leider durch Fertigungsmängel einen schlechten Ruf genoss. Dieses Auto wurde unter der Schirmherrschaft von British Leyland gefertigt. Der Punkt von Rovers Eingang in British Leyland wurde auch als der Beginn vom Niedergang der britischen Autoindustrie gehandelt.
In den Achtzigern tauchte zum ersten Mal das bekannte Rover-Emblem auf, ein Wikinger-Drachenschiff. 1994 wurde die Firma dann vom BMW-Konzern aufgekauft. Hiermit wurde auch die Zusammenarbeit mit Honda beendet, den man zuvor als Vertragspartner hatte. 2000 trennte sich BMW wieder von Rover. Der Mini, der vorher im Sortiment von Rover vorhanden war, wird nun erfolgreich von BMW angeboten. Landrover wurde an Ford veräußert. Der Konzern ist heute sehr erfolgreich mit der Marke.
Danach ging Rover in die Phoenix-Venture-Group ein, für die symbolische Summe von 10 Pfund. Auch mit der folgenden Umbenennung in MG Rover konnte man keine großen Käufergruppen erschließen. Momentan wird MG Rover von der Nanjing Automobile Corporation (NAC) vornehmlich in den südeuropäischen Märkten vertrieben.
Auch die Shanghai Automotive Group kooperiert mit Rover und versuchte die Marke auf dem asiatischen Markt zu etablieren. Leider liegen die Namensrechte bei Ford und so wird Rover nun unter dem Namen Roewe vertrieben, um dem Original am Nächsten zu bleiben. Roewe kümmert sich um die Mittelklasse-Limousine Rover 75 und den Kleinwagen Rover 25.
Der Roewe 750 soll diesen Herbst in Deutschland erscheinen. Die Neuwagen Rover sind also noch nicht tot. Nur sind sie eben sehr verteilt und kommen teilweise in neuen Namensgewändern ung mit neuen Eigentümern. Der Roewe 750 wird über den chinesischen Händler Ssangyong angeboten werden. Jetzt im Juli läuft ein Test des Roewe 750 auf dem Nürburgring, um den Wagen für den deutschen Markt fit machen zu können. Man darf also auf zukünftige Entwicklungen der Marke Rover und der Neuwagen Rover gespannt sein.