Der Neuwagen Alfa Romeo
Unternehmensgeschichte
Die Automobilmarke Alfa Romeo, welche heute zum Fiat-Konzern gehört, aber als unabhängige Business-Unit von diesem designen und produzieren kann, hat ein lange Tradition. Im Jahre 1910 übernahmen Geschäftsleute aus der Lombardei mittels Aktienmehrheit das Produktionswerk des französischen Ingenieurs Alexandre Darracq im BezirkPortobello, Mailand und wählten den Firmennamen „Società Anonima Lombarda Fabricia Automobili“, was abgekürzt A.L.F.A ergibt. Mit dem vom Ingenieur Giuseppe Merosi geschaffenen HP24 wurde der Grundstein für Alfas Erfolg gelegt, der seither durch herausragende Automobiltechnik und als besonders beliebt, als italienisch geltende Designs gekennzeichnet ist.
Im Laufe des ersten Weltkriegs wurden bei Alfa allerdings nur Versorgungsfahrzeuge für die Truppen hergestellt. Da die Banca Italiana di Sconto 1915 die Aktienmehrheit an der Firma erlangt hatte, beschloss sie, 95% von Alfas Kapital zu schneiden und die Firma an den Ingenieur Nicola Romeo zu übergeben, dessen Rüstungsgesellschaft „Accomandita Ing. Nicola Romeo & Co“ die Firma dann auch gleich übernahm. In diesem Jahr, kam es zu dem heutigen Namen „Alfa Romeo“.
Durch die Rüstungsproduktion konnte Alfa Romeo allerdings gewaltig wachsen und 1919 kam es dann wieder zur Herstellung von zivilen Fahrzeugen. 1925 gab es den ersten Rennsport-Weltmeister in einem Alfa Romeo. Zur Zeit des Börsenkrachs '29 wurde die Firma vom Staat übernommen und finanziert, so dass in den 1930er Jahren das schnellste Serienauto der Welt, den 8C2900 mit 205 km/h.
Nachdem die Produktion im zweiten Weltkrieg schadensbedingt pausierte, wurden ab den 50ern besonders Autos für den mittelständischen Kunden produziert, wie zum Beispiel den Giulia oder die Giulietta, mit denen auch zahlreiche Rennen gewonnen wurden. Diese Autos regten mit ihren technischen Innovationen, wie zum Beispiel dem Fünf-Gang-Getriebe und der Mehrfach-Vergaser-Anlage, regten andere Firmen an, sich bei Alfa Romeos Ideen zu bedienen.
In den Achtzigern litt Alfa Romeo unter relativ schlechtem Leumund, da besonders der Alfa-Sud, trotz seiner technologischen Innovation, teilweise zu große Mängel aufwies. So wurde Alfa Romeo 1986 von Fiat übernommen, konnte allerdings weiterhin als unabhängige Business-Unit operieren. Trotzdem wird der 75 als letzter echter Alfa Romeo angesehen, während andere Modelle, wie der 155, klar dem Baumuster bestimmter Fiat-Modelle ähneln.
Trotzdem wurden weiterhin die charakterischen, vierzylindrigen Alfa-Motoren mit zwei oben liegenden Nockenwellen verwendet. Es wurden zahlreiche Neuerungen vorgenommen, zum Beispiel wurde der seit dem Alfa 6 bekannten V6 Motor, durch eine verbesserte Version mit Direkteinspritzung ersetzt. Außerdem wurden den beiden Modellen 145 und 146 im Jahre 1997 anstatt der altbekannten Alfa-Boxermotoren, die seit dem Alfasud zum Einsatz kamen, ebenfalls die Vier-Zylinder-Motoren.
Aufgrund der nun reichlich vorhandenen Geldmittel entstanden Weltklasse-Fahrzeuge, wie der Alfa 156 und der Alfa 147, die beide Auto des jeweiligen Jahres (1998; 2001) wurden.
Die heutigen Neuwagen Alfa Romeo
Die heutige Produktpalette umfasst den erwähnten Alfa 147 in der Kompaktklasse, den Alfa 159 (Nachfolger des 156) in der Mittelklasse und in einer Sportwagon Edition, den Crosswagon Q4 (Geländewagen) und bis 2007 den 166. Außerdem noch den GT und den Bréra (Cuopé-Versionen von 147 und 159) und die offene „Spider“-Version von letzterem. 2008 soll nun ein neues Modell auf Basis des Fiat Grande Punto erscheinen, dass die Typen-Bezeichnung Alfa Romeo MiTo erhalten wird.
Der Alfa Romeo 147
Der 147 ist ein Neuwagen Alfa Romeo der Kompaktklasse und seit 2001 in Deutschland erhältich. Er basiert auf dem Mittelklassemodell 156. Während die Fahrwerkstechnik zu großen Teilen übernommen wurde, gibt es hier natürlich ein verbessertes Design, entworfen von Walter Maria de'Silva. Er besitzt Vier-Ventil-Motoren der Twin-Spark-Reihe (105,120 od. 150 PS), sowie 1.9 JTD-Turbodiesel-Direkteinspritzer mit 115 PS. 2004 erhielt der 147 ein erstes (Frontschürze, Heckleuchten, Cockpit) und 2006 ein Face-Lifting (Kühlergrill, Scheinwerfer, Frontschürze, bessere Serienausstattung, Partikelfilter für Diesel).
Zu haben ist der 147 in drei Austattungsvarianten: Impression (Basis-Version), Progression (Komfort-Version) und Distinctive (Luxus-Version). In Deutschland hat er bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter das Goldene Lenkrad 2000, Auto des Jahres 2001, Auto Europa 1 2001, Trophées du design 2000 und vier Mal den Designpreis Autonis.
Der Alfa Romeo 159
Der 159 ist ein Mittelklasse- Neuwagen Alfa Romeo und eine Antwort auf die Premiumlimousinen anderer Herrsteller. Er wird seit 2005 gebaut und ist der Nachfolger des sehr erfolgreichen 156. Sein Name lässt Alfa Romeo Typ 159 aus dem Jahre 1951 Revue passieren, mit dem der Rennfahrer Juan Manuel Fangio die Formel-1-Weltmeisterschaft gewann.
Technisch hat der Alfa 159 bei den Benzinern, als Spitzenmotor den 3.2 JTS V6 24V Q4, der trotz hoher Leistung sehr elastisch ist. Bei den Diesel-Motoren hat er an der Spitze den 2.4 JTDM 20V mit einer Leistung von 147 kW (200 PS). Das Design des Interieurs zeichnet sich durch weiche Farben und Oberfläche aus, die eine angenehmen Atmosphäre kreieren. Die Bedienelemente sind für optimalen Komfort auf den Fahrer ausgerichtet. Die Querlenkerkonstruktion bei der Vorderachse stammt aus der Formel-1 und sorgt für optimale Sicherheit und Straßenlage.